Seelsorge in Pflegeheimen

Was ist nun zu tun? 

Es geht darum, alte Menschen, Angehörige und Mitarbeitende innerhalb der veränderten Rahmenbedingungen klug und verlässlich seelsorglich zu begleiten. Es geht gerade jetzt um Empathie, innere Ruhe und Kommunikation. Halt und Trost bei Unsicherheit und sicherlich auch in der Todesangst der Menschen seelsorglich da zu sein. 

Gerade Pflegekräfte im Altenpflegeheim spüren und brauchen Ihre/Eure Solidarität in diesen Zeiten. 

Ruhe, sichere Strukturen und Empathie sind für alte Menschen zur Zeit besonders wichtig, da sie oft schon vergleichbare Bedrohungen in früheren Zeiten erlebt haben und durch die Lage besonders verunsichert werden können.

Es geht um Seel-Sorge und aber auch um Selbst-Sorge, darum, sich und andere nicht zu gefährden und die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen. Und es geht darum, jetzt in der Seelsorge so wenig direkten Kontakt wie möglich zu pflegen. D.h. die 1-Meter-Abstand-Regel einhalten, sich nicht in engen Räumen mit zu vielen Menschen aufzuhalten und die Hygienevorschriften des Robert-Koch-Instituts zu beachten. Weniger direkter Kontakt mit alten Menschen ist besser, um Ansteckung zu vermeiden, da gerade alte Menschen die Prognose eines schwereren Verlaufs bei Erkrankung am Coronavirus haben. 

Daher ist drüber hinaus jetzt Eure/Ihre Kreativität gefragt, auch je nachdem wie sich die Lage entwickelt, neue Formen der Seelsorge zu entwickeln und auszubauen: Z.B. eine telefonische Seelsorge einzurichten und zu pflegen vielleicht auch mit Ehrenamtlichen, die regelmäßig Menschen im Altenpflegeheim anrufen, regelmäßig senior*innengerechte Handouts zu verteilen, vielleicht Fastenbriefe zu schreiben bis Ostern usw.. 

(Lennart Krauel, Silvia Duch – Altenheim-Seelsorger*innen, Julia Neuschwander, Referentin Seelsorger im Oberkirchenrat)