Bibelübersetzungen

Anlässlich des Reformationsjubiläums ist die Lutherbibel neu überarbeitet worden. Das Ergebnis ist die Lutherbibel 2017. Diese Übersetzung stützt sich einerseits auf die Sprachwelt Martin Luthers (v.a. der Lutherbibel von 1545), zum anderen auf neue wissenschaftliche Erkenntnisse. So wurden z.B. das Wort "etliche" wieder aufgenommen, das die Lutherbibel 1984 wegen angeblicher Unverständlichkeit konsequent durch "einige" ersetzt hatte. Und so wurde z.B. bei der Sturmstillung in Matthäus 8,23ff der Sturm genauer übersetzt mit "ein großes Beben im Meer".

Die Lutherbibel 2017 ist in der Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg die maßgebliche Bibelübersetzung für den Gottesdienst, aber nicht die alleinige. Während vertraute Texte wie Psalm 23 oder die Weihnachtsgeschichte in Lukas 2 ihren traditionellen Sprachklang in den Lutherworten haben und über diese wirken, kann es sich anbieten, bestimmte Lesungen aus anderen Bibelübersetzungen zu halten.

Während in ökumenischen Gottesdiensten die Einheitsübersetzung (gemeint ist eine einheitliche Übersetzung in den römisch-katholischen Bistümern des deutschen Sprachraums), die zuletzt 2016 revidiert wurde, zu empfehlen ist, bietet sich bei Gottesdiensten mit Jugendlichen eher die moderne Übersetzung der Guten Nachricht an. Besonders zu empfehlen ist die BasisBibel, die traditionelle Begriffe nicht scheut, aber in kompaktem Satzbau eine sehr verständliche Sprache pflegt. Zur Zeit sind von der BasisBibel allerdings nur das Neue Testament, die Psalmen und eine kleine Auswahl an alttestamentlichen Texten übersetzt.

Diese und weitere Bibelübersetzungen sind auf der Internetseite der Deutschen Bibelgesellschaft zu finden und abzurufen.