Neun  Ideen, Anregungen und Beispiele
für Gottesdienst, Seelsorge und Gemeindearbeit in Zeiten der Corona-Krise
 

Hinweis auf Fernsehgottesdienst, Radioandachten u.a.

Der regelmäßige Fernsehgottesdienst jeden Sonntag um 9.30 Uhr im ZDF sollte bekannt gemacht und ans Herz gelegt werden (Gemeindebrief, Schaukästen).  Dazu kommt ggf. der Hinweis auf lokale Sender (Lokalfernsehen, Lokalradio), die Andachten und kirchliche Beiträge senden. Bitte geben Sie genau an, auf welche Frequenzen, Websites etc. diese Beiträge zu finden sind.

Kurzandachten fürs Internet, Youtube und Streaming-Dienste

Nehmen Sie z.B. einmal die Woche Kurzandachten per Video auf (Smartphone ist i.d.R. für die Qualität ausreichend, achten Sie auf Hintergrund Altar, Kerze, Kleidung …, so möglich Stativ  nutzen, 2-3 Minuten sind eine zumeist ausreichende Zeit). Senden Sie diese Filme über Mail/Whatsapp etc. an Interessierte/Gemeindeglieder oder stellen Sie diese auf Ihre Website ein (besser Link auf Youtube). Lassen Sie sich beobachten/beraten, damit diese Kurzbeiträge qualitativ gut gestaltet sind.

 

Anleitung und Hilfen zum Erstellen und Einbinden von Videos:

 

https://www.kirche-oldenburg.de/themen/medien/internetarbeit/homepagebaukasten/handbuch.html

 

Hier der direkte Link zur Anleitung, wie Videos im Baukasten-System eingebunden werden:

https://www.kirche-oldenburg.de/fileadmin/Redakteure/PDF/Baukasten/Typo3_Video_einbinden.pdf

Karten (Briefe) schreiben …

Nutzen Sie wieder das klassische Schreiben und die Post, um kleine „Grüße der Ermutigung“ zu senden. Meist reichen nur zwei/drei Sätze, die zum Ausdruck bringen, dass wir aneinander denken und „im Blick“ haben. Wenn Sie jeden Morgen 10 Karten mit kurzen Sätzen/Grüßen schreiben, haben Sie in 10 Tagen 100 Personen erreicht und ein Zeichen der Zuwendung gegeben! Nicht nur Ältere, sondern auch Familien mit Kindern (die ja jetzt zuhause bleiben müssen) freuen sich über Post. Und jede Karte wird aufbewahrt, herumgereicht und weitererzählt…  und zieht weite Kreise! 

Gruß per mail …

Pfarrer*innen und Mitarbeitende nutzen Mailadressen von Konfirmandeneltern, Eltern der Kita-Kinder und andere bekannte Adressaten, um auf dieser Weise  einen Gruß, das Angebot telefonischer oder online-Seelsorge und unsere Gedanken wie Gebete mitzuteilen. Die Mail sollte kurz, freundlich, persönlich und – einmalig – sein. Viele wollen nicht jeden Tag eine Mail von der Kirchengemeinde erhalten.  Aber ein erster Gruß und Anstoß sind ein schönes Signal.

Seelsorge per Telefon

Ein kurzer Anruf (… hier spricht Ihr/r  Pfarrer*in oder Mitarbeiter*in der Kirchengemeinde St. Matthäus) mit einem Gruß und Frage nach dem Befinden zeigt: Jemand denkt an mich und lässt es mich wissen!  Drei, vier Telefonate an verschiedene Gemeindeglieder je Tag ziehen Kreise und zeigen, dass Kirche unterwegs zu den Menschen ist. 
Und auch hier: Warum nicht einmal alle Kinder (Eltern) einer KiTA-Gruppe anrufen! Was für eine Freude, wenn der 4jährige Jonas einen Anruf von seiner/m Pastor*in bekommt!

Plakat-Aktion nachbarschaftlicher Hilfe

Finden Sie einen Kreis von Mitarbeitenden, die nachbarschaftlich aushelfen möchten. Ein Plakat dazu (Bild/Briefkopf der Kirchengemeinde!) mit den entsprechenden Kontakten/ Tel.-Nummern ist schnell erstellt. Hängen Sie die Plakate an geeignete öffentliche Stellen aus (Schaukästen, Supermärkte, Apotheken). Denn: Einkäufe, ggf. eine kurze Hilfestellung … könnten jetzt hilfreich sein. So wird „öffentlich“ und deutlich, dass die Kirchengemeinde die Nöte der Menschen wahrnimmt und sich vor Ort tatkräftig einsetzt.

Telefonkette

Eine einfache Form der „Zuwendung“ sind organisierte Telefonrunden, bei denen alle Beteiligten sich regelmäßig in einer festgelegten Reihenfolge anrufen. Meldet sich eine Teilnehmerin oder ein Teilnehmer nicht, wird nachgesehen und eventuell Hilfe organisiert. Wenn jemand seine/n Nachfolger*in nicht erreicht, muss beim nächsten angerufen werden, damit die Kette weiterläuft. Am Ende muss die Telefonkette wieder bei demjenigen ankommen, der/die die Telefonkette gestartet hat. Achtung: Bitte nur kurze Gespräch führen, um die Kette nicht zu lange laufen zu lassen.

Gruß an die Bewohner*innen im Pflegeheim

Erstellen einer Grußkarte (ggf.  Bestellung) und Abgabe der Grußkarte an alle Bewohner*innen eines Pflegeheims über die Mitarbeitenden im Pflegedienst. Hier kann ggf. das Angebot telefonischer Seelsorge mitgeteilt werden, denn Pflegebedürftige haben oft ihr Telefon im Zimmer. Doch schon allein der Gruß und der persönlich gewidmete Gedanke zeigt den Bewohner*innen: Ihr seid nicht allein!

Ein Apfel vor die Haustür…

Eingepackt in eine Papiertüte, eine Schleife herum und ein Grußwort angehängt – so werden kleine Päckchen vor die Haustür gelegt. Vielleicht macht ein Kreis von Mitarbeitenden (das lässt sich auch telefonisch erfragen und organisieren) mit bei diesem Projekt. Ob das Päckchen zu den Eltern von den KiTA-Kindern, ob zu den Seniorinnen und Senioren oder zu denen, die jetzt zuhause bleiben müssen, kommt – das entscheiden Sie ganz für sich.